Unser Drumherum

Unser Drumherum klärt Fragen und kann dir helfen, dich besser auf den Wettbewerb vorzubereiten.

Wunderbare Musik haben wir gehört in vielen Wettbewerben und Konzerten, oft schon professionell, immer intensiv geübt und vorgetragen. Ein Genuss!

Manchmal jedoch stimmt das Drumherum noch nicht ganz und dafür möchten wir hier ein paar Tipps zum Besten geben.


Die zweite Haut

Wenn ein besonderer Auftritt bevorsteht, überlegt man ja auch, was man anzieht. Einfach in den Schrank greifen, anziehen und los geht’s, das klappt nicht immer:

  • Ein rutschender Spagetti-Träger kann ganz schön stören, wenn man z. B. Geige spielt und öfters mal auf der G-Saite rumstreichen muss. 
  • Ebenso kann es einem ergehen, wenn man eine Jacke trägt, die in den Schultern zu schmal ist.
  • Eine Hose, die vor einem Vierteljahr noch prima passte, kann plötzlich „Hochwasser“ tragen. Das kann verunsichert, wenn man das erst auf dem Weg zur Bühne merkt, weil man an einem Spiegel vorbei gekommen ist.
  • Neue Schuhe – sie können ein Qual werden, wenn sie drücken und Blasen verursachen. Ungewohnte Absätze! Zuhause übst du barfuß. Zum Unterricht gehst du in Sneakers. Für den Auftritt hast du dir Schuhe mit Absätzen gegönnt – ob du da wohl deinen gewohnten Stand findest? 
  • Dein Lieblingsrock ist ziemlich kurz? Wenn die Bühne hoch ist, kann das einen unglücklichen Eindruck hinterlassen und du bemerkst das erst hinterher auf Fotos. Lass dich vorher mal fotografieren.

Tipp

Vorher zu Hause in den Konzertklamotten üben und neue Schuhe „einlaufen“.

Wer am liebsten in ganz alltäglichem Outfit spielt, kann das bei Wettbewerben gerne machen, bei Konzerten sollte man eventuell vorab beim Veranstalter den „Dress Code“ erfragen. Over- und underdressed, beides kann dazu führen, dass man sich nicht ganz so wohl fühlt in seiner zweiten Haut – und das „Wohlfühlgefühl“ ist ganz wichtig.


Kopfschmuck

Offene lange Haare: eine Augenweide!

  • Aber Haare, die sich auf dem Cello-Griffbrett tummeln, sind beim Spielen nicht immer so angenehm.
  • Bei Oboistinnen kann schon ein einziges herumschwirrendes Haar ein ziemliches Unglück verursachen, wenn man es beim Einatmen dummerweise in den Mund bekommt und es sich vor das Rohr legt – die Folge ist: Stille!
  • Während des Spielens können herausrutschende Haarspangen oder Kämme ganz schön stören.
  • Von Zeit zu Zeit schreibt die Mode auch bei männlichen Teilnehmern unglückliche Frisuren vor: Lange, über die Augen fließende Ponys können Kopfzuckungen hervorrufen, damit die Noten gelesen werden können.

Zum Vergessen

Auf der Bühne braucht man ja so einiges:

  • Instrument
  • Mundstücke
  • Noten
  • Dämpfer bei Streichern und Blechblasinstrumenten
  • Wischer und saugendes Papier bei einigen Holzblasinstrumenten
  • Taschentuch

Die hier aufgeführten Gegenstände sind keine Fantasieprodukte, wir haben alles schon als „vergessen“ erlebt.


Bühne frei

Vorab Check: 

  • Sind genügend Notenständer und Stühle da?
  • Kann man auf den Stühlen gut musizieren?
  • Steht der Flügel richtig?
  • Passt mein Cellobrettchen um die Stuhlbeine?

Endlich Auftritt

  • Wenn ihr auf die Bühne kommt, stellt euch auf den Platz, den ihr beim Spielen einnehmen wollt, guckt einmal ins Publikum, wenn möglich ein bisschen lächelnd, auch wenn es keinen Begrüßungsapplaus gibt – nicht jedes Publikum weiß, was sich gehört.
  • Lasst euch Zeit alles für euch gut einzurichten: Notenständerplatz und –höhe, Klavierhockerhöhe, Flügel offen oder zu, Noten gut sortiert hinlegen
  • Nach dem Spiel: genießt euren Applaus!!! Stellt euch mit euren Spielpartnern zusammen und verbeugt euch. Hier gibt es auch ab und zu kleine Pannen: Gehe ich vorne oder hinten rum? Wo sind denn jetzt die anderen? Wie komme ich um meine Harfe herum? Oh, einer ist schon auf dem Rückweg! Hier ist vorherige Absprache angesagt.

    Das Verbeugen muss übrigens auch probiert werden: Oberkörper runter aber Augen geradeaus kann ungeschickt aussehen. Beobachtet mal bewusst Profis, wie die das machen.
  • Erst nach dem Verbeugen die Noten einsammeln und abtreten. Auf dem Rückweg auf die Applausstärke achten und nicht so lange zögern, vielleicht noch mal nach vorne gehen und ein zweites Mal verbeugen.

Vermeidbares

  • Eine Sicherheitsnadel kann im Notfall kleine Pannen, wie abgerissene Knöpfe, verklemmte Reißverschlüsse und ähnliches abmildern.
  • Ein geknülltes Taschentuch auf dem Flügel lässt so manchem Pianisten die Zornesröte ins Gesicht steigen.
  • Wasser, ein lebenswichtiger Stoff – aber bitte auf der Bühne nicht aus der Flasche trinken und auch keinen Pappbecher benutzen, da ergießt sich das kostbare Nass zu schnell auf dem Bühnenparkett, sondern ein Glas mit Wasser in erreichbare Nähe stellen (nicht auf den Flügel!).
  • und zu guter Letzt: Noten und Kopien! Original gedruckte Noten sind stabil und rutschen nicht so leicht vom Pult. Wenn es für das Blättern nötig ist, kann man die kopierten Blätter an die Originalnoten kleben, irgendwann kommt immer die Gelegenheit zum Blättern.
    Ziehharmonikanotengebilde sind der Albtraum für jeden Blätterer.
    Abgespielte auf den Fußboden geworfene Noten – das ist kein schöner Anblick.

Und die Moral von der Geschichte

Wenn das Drumherum stimmt, könnt ihr euer Musizieren noch mehr genießen und das Publikum auch. Wir freuen uns schon auf die nächsten Jugend-musiziert-Musiken.